Depressionen Symptome



Die Symptome einer Depression sind so vielseitig und verschieden wie die Menschen selbst. Somit gibt es zahlreiche Anzeichen einer Depression, wobei nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten, sondern von Mensch zu Mensch in unterschiedlicher Ausprägung und Anzahl vorhanden sind. Angehörige können beispielsweise an folgenden Symptomen erkennen, ob der Mensch an einer Depression leidet:

  • Der Mensch spricht mit leiser und eintönig klingender Stimme, wobei der Sprachfluss ein langsamer ist.
  • Die betroffenen Personen sind oft durch einen ernsten oder verbissenen Gesichtsausdruck gekennzeichnet oder die Mimik wirkt wie erstarrt.
  • Ein Mensch mit Depression bewegt sich schleppend und mit schwerem, kraftlosen Gang.
  • Die Person ist antriebslos und meistens ist sie nicht mehr in der Lage, sich über irgendetwas zu freuen.

Angehörige von Menschen mit Depressionen sollten sich genauso Hilfe holen wie der Betroffene selbst, denn durch die hohe Belastung kann es auch bei einem Angehörigen zu Symptomen einer Depression kommen.

Häufige Symptome bei Depressionen

  • eine ständige oder lang andauernde traurige, bedrückte Stimmung
  • ein Gefühl der Leere und Freudlosigkeit – Lebensfreude ist kaum noch spürbar
  • eine weitreichende Antriebslosigkeit

Der Mensch verliert jegliches Interesse und geht auch seinen Hobbys nicht mehr nach. Ebenso gehört es zu den Anzeichen einer Depression, dass sich der Betroffene immer mehr zurück zieht und soziale Kontakte vernachlässigt.

Weitere Symptome einer Depression:

  • verzweifelte Gefühlslage
  • das Selbstwertgefühl reduziert sich, so dass Minderwertigkeitsgefühle entstehen
  • Angstgefühle, wobei sich diese Ängste immer mehr ausweiten können (Angst vor Krankheit, vor dem Tod, vor dem Leben)
  • Hoffnungslosigkeit
  • Hilflosigkeit
  • Suizidgedanken
  • negative Gedankenspirale, aus der man kaum noch heraus zu kommen scheint
  • der Lebenssinn geht verloren
  • Schuldgefühle treten auf
  • eine starke innere Unruhe
  • ein Gefühl der inneren Leere

Eine Depression ist nicht nur geprägt durch psychische Symptome, sondern auch durch körperliche Beschwerden. Folgende körperliche Symptome einer Depression sind möglich:

  • Der Betroffene leidet unter Appetitlosigkeit, das oft zu einer starken Gewichtsabnahme führt.
  • Oder die Person versucht ihre innere Leere mit Lebensmittel zu füllen, wobei sie an Gewicht zunimmt.
  • Heißhungerattacken
  • Atemnot mit einem Druckgefühl oder Engegefühl in der Brust
  • Sehprobleme und Lichtempfindlichkeit
  • Blasenprobleme (oftmals Harndrang)
  • Schlafstörungen (Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme, Alpträume) – es kann auch zu einem gesteigerten Bedürfnis an Schlaf kommen, da sich der Mensch unbewusst aus dem Leben ziehen möchte.
  • Herzrasen oder -stechen
  • Ohrengeräusche
  • Ohrenschmerzen
  • Verlust des Hörvermögens
  • Zahnschmerzen ohne Ursache
  • Zähneknirschen

Schwindel ist eines der häufigsten Symptome von Depressionen. Bei dieser Art Schwindel hat der Betroffene das Gefühl jeden Moment umzukippen oder nicht mehr stehen zu können. Außerdem kann es zu Verspannungen im Nacken- und Kopfbereich kommen, sowie zu Magen-Darm-Beschwerden. Das vegetative Nervensystem ist natürlich in Mitleidenschaft gezogen, so dass es zu Symptomen wie schnelles Erröten, Zittern, Hitzewallungen, Kälteschauer und Schwankungen des Blutdrucks kommen kann. Als weitere Anzeichen einer Depression ist die Neigung zur Selbstzerstörung zu nennen wie auch das Gefühl des Ausgebranntseins. Dem Betroffenen wird alles zu viel. Ebenso verliert er die Lust auf sexuelle Betätigung.

Anzeichen für Depressionen bei Kindern

Die Depression-Symptome bei Kindern ähneln denen der Erwachsenen. Kinder, die an einer Depression leiden, fühlen sich sehr niedergeschlagen und traurig. Sie weinen oft und schnell und sind leicht reizbar. Weitere Anzeichen für Depressionen bei Kindern sind folgende:

  • Lustlosigkeit
  • Langeweile
  • Interessenlosigkeit
  • sozialer Rückzug
  • Freudlosigkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Schuldgefühle
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • das Denken fällt schwer
  • fehlendes Durchhaltevermögen
  • Energielosigkeit und schnelles Ermüden

Die Angst ist eines der häufigen Depression-Symptome bei Kindern, wobei sich die Angst bei Kindern eher auf die Dunkelheit, das Alleinsein oder das verlassen werden bezieht. Oftmals kommt auch die Angst vor Ungeheuern, Einbrechern und Tieren dazu. Ebenso haben Kinder Angst negativ aufzufallen, Fehler zu machen oder eine Strafe zu erhalten. Bei Jugendlichen kommt meistens noch die Angst vor der Zukunft hinzu.

Depression-Symptome beim Mann

Depressionen zeigen sich beim Mann anders als bei Frauen. Bei Männern zeigt sich eine Depression eher durch plötzlich auftretenden Ärger oder Wut, wobei die Toleranzgrenze immer mehr abnimmt. Depression-Symptome beim Mann können sein:

  • Gefühl der Verbitterung
  • Gefühl der Feinseligkeit gegenüber anderen Menschen; Neigung zum Streit
  • Die Männer zeigen ein vorwurfsvolles und nachtragendes Verhalten
  • Neigung zu Nikotin- und Alkoholsucht
  • Allgemeines Gefühl der Unzufriedenheit
  • Angst vor Krankheiten, wobei dies zur Hypochondrie führen kann
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren
  • Lust auf Risiko (rasantes Autofahren, Überholmanöver, Extremsportarten)
  • Asoziales Verhalten
  • Neigung zur Aggressivität
  • Libidoverlust

Depressionen SymptomeDie körperlichen Symptome bei Männern sind oftmals Herzrasen oder -klopfen, Schwindel und Atemlosigkeit. Auch bei Männern sind Suizidgedanken als Anzeichen einer Depression zu sehen.

Die Ursachen einer Depression können unterschiedlicher Natur sein. So kann eine Depression durch negative Kindheitserlebnisse entstehen oder durch eine traumatische Erfahrung. Zu den Ursachen zählen jedoch auch die erbliche Veranlagung sowie ein gestörter Hormonhaushalt. Ebenso führen bestimmte körperliche Krankheiten zu einer Depression. Auch scheinbar ungefährliche Ereignisse wie starker Liebeskummer oder Trennungsschmerz nach einer langjährigen Beziehung können bei Betroffenen zu langanhaltenden und behandlungsbedürftigen Depressionen führen.

Die Behandlung eines Depressiven gehört in professionelle Hände, die man bei einem Psychotherapeuten sowie bei einem Psychologen finden kann. Bei schweren Depressionen gehört oftmals ein mehrwöchiger Klinikaufenthalt zu einer Behandlung. Eine Therapie ist meistens eine Kombination von medikamentöser Gabe sowie das Erlernen positiver Gedankenmuster, neuer Verhaltensstrategien und weiteren Methoden, die dem Menschen Lebenssinn und -freude wiedergeben.



Beschriebene Symtome und Anzeichen dienen der allgemeinen Information und ersetzen in keinster Weise eine ärztliche Untersuchung bzw. einen ärtzlichen Rat!