Migräne Symptome
Migräne Symptome sind vielfältig
Migräne ist eine Krankheit, die anfallsweise auftritt und nicht ausschließlich mit Kopfschmerzen einher geht. Kopfschmerzen sind aber selbstverständlich die charakteristischsten Migräne Symptome, die jeder sofort mit dieser Erkrankung in Verbindung bringt. Eine Migräne kann sich von Patient sehr unterschiedlich ausprägen. Manche Betroffene werden ganz plötzlich von den Attacken überrascht, während sich die Anfälle bei anderen durch bestimmte typische Migräne Anzeichen lange vorher ankündigen. Bei einigen Patienten sind die Augen stark betroffen, einerseits durch die Schmerzen, andererseits durch Sehstörungen (Aura) und Lichtempfindlichkeit. Auch Schwindel und Fieber kommen manchmal als Begleiterscheinung der Migräne vor, viele Betroffene kennen diese Symptome hingegen überhaupt nicht.
Von den meisten Patienten werden die Schmerzen als pulsierend bis pochend beschrieben. Kopfschmerzen als Migräne Symptome treten in der Regel einseitig auf und können sich bis in die Augen hinziehen. Die Seite kann dabei wechseln, entweder von Attacke zu Attacke, oder sogar innerhalb eines Anfalls. Manche Betroffene verspüren auch beidseitige Schmerzen.
Durch diese typischen Migräne Anzeichen können einfache Kopfschmerzen von der Krankheit unterschieden werden:
- Übelkeit und starkes Unwohlsein bis hin zu Erbrechen
- Lichtempfindlichkeit
- Lärmempfindlichkeit
- Geruchsempfindlichkeit
- Appetitlosigkeit
- Fieber
- Schwindel
Diese vorüber gehenden neurologischen Ausfallerscheinungen können ebenfalls Symptome von Migräne sein:
- Lähmungserscheinungen
- Sehstörungen (Aura)
- Gleichgewichtsstörungen
- Sprachstörungen
Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft hat folgende Checkliste zusammen gestellt, die es dem Patienten erleichtern soll, Anzeichen für Migräne zu erkennen. Treffen die genannten Kriterien zu, und der Betroffene hat bereits mehr als fünf Anfälle erlebt, mit einer Dauer zwischen vier und 72 Stunden, ist eine Migräne sehr wahrscheinlich und er sollte einen Facharzt konsultieren, damit eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann.
Dies gilt laut Kopfschmerzgesellschaft für mindestens zwei Kriterien aus den folgenden Anzeichen für Migräne:
- Einseitiger Schmerz
- Pulsierender Schmerz
- Mittelschwerer bis schwerer Schmerz
- Verschlechterung durch Bewegung
Und für mindestens ein Kriterium aus den folgenden Anzeichen für Migräne:
- Übelkeit und/oder Erbrechen
- Licht- und Geräuschempfindlichkeit
Glaubt ein Mensch nach dieser Checkliste Symptome von Migräne an sich erkannt zu haben, sollte er zeitnah einen Arzt konsultieren, am besten einen Neurologen. Die Fachärzte haben täglich mit der Krankheit zu tun und können eine schnelle und sichere Diagnose stellen. Ein EEG (Elektro Enzephalo Gramm) und eventuell ein CT (Computer Tomografie) geben Aufschluss und können die Migräne einwandfrei erkennen oder ausschließen. Da eine Migräne mitunter sehr unspezifische Beschwerden mit sich bringen kann, fällt es dem Hausarzt manchmal schwer, die Erkrankung eindeutig zu identifizieren.
Auch kleine Kinder können bereits an Migräne erkranken. Die Migräne Symptome bei Kindern unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Erwachsenen. Lediglich die Dauer der Attacken ist bei den Kindern meist kürzer. Allerdings sind Migräne Symptome bei Kindern schwerer zu identifizieren, da die kleinen Patienten ihre Kopfschmerzen noch nicht so gut beschreiben können. Den Eltern fällt meist zuerst auf, dass ein Kind des öfteren plötzlich mit dem Spielen aufhört und teilnahmslos wirkt. Die Kleinen können blass oder auch ungewöhnlich rot im Gesicht werden. Manche Kinder möchten sich gerne hinlegen, andere werden eher unruhig und reizbar. Viele Patienten im Kindesalter klagen bei Migräne über Bauchweh anstatt über Kopfschmerzen. Die Migräne Symptome mit Aura gibt es bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Bei den kleinen wie bei den großen Patienten sind jedoch die Migräne Symptome mit Aura seltener als die normale Migräne.
Ursachen einer Migräne
Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht eindeutig geklärt. Es gibt aber verschiedene Theorien dazu. Manche Forscher vermuten genetische Faktoren. Andere führen die Krankheit auf eine Störung bei der Ausschüttung der Botenstoffe im Gehirn zurück. Eine dritte Annahme ist die Existenz eines Migräne-Generators im Hirnstamm. Demnach soll bei der Erkrankung eine Übererregung des Trigeminuskerns eine Rolle spielen.
Die Ursachen der einzelnen Attacken sind in der Regel bestimmte Migräne-Auslöser, sogenannte Trigger. Jeder Patient hat seine individuellen Trigger, die für einen anderen Betroffenen völlig harmlos sein können. Deshalb ist es für Jeden, der an Migräne leidet, besonders wichtig, seine persönlichen Trigger genau kennen zu lernen, damit er diese möglichst vermeiden kann.
Hier einige Beispiele für mögliche Trigger:
- Stress
- Schlafmangel
- Starke körperliche Belastung
- Nikotin
- Alkohol
- Koffein
- Hormonelle Schwankungen
- Bestimmte Nahrungsmittel
Beschriebene Symtome und Anzeichen dienen der allgemeinen Information und ersetzen in keinster Weise eine ärztliche Untersuchung bzw. einen ärtzlichen Rat!